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Technische Glanzleistung – die Bahnstrecke Asmara-Massawa

Alter Zug in Eritrea

1881 begannen die Italiener mit der Kolonisierung Eritreas. Sie wollten zwischen Tripolis und Massawa ein Imperium errichten. Dafür sollten leistungsfähige Bahnlinien entstehen.

Alter Zug in Eritrea
Zug in Eritrea

Der Eisenbahnbau vom eritreischen Hochland ans Rote Meer war eine Glanzleistung. Wegen der enormen Steigungen entschieden sich die Ingenieure für eine Schmalspurbahn. 30 Tunnel, dutzende Brücken und Viadukte, engste Kurven und 2394 Höhenmeter – vergleichbare technische Anforderungen kannte man in Europa nur von der Rhätischen Bahn in den Schweizer Alpen.

Kehrtwende Viadukte in Eritrea
Viadukt Eritrea

Afrika’s Hauptstadt der Moderne

Moderne Kirche Asmara

Bau- und Kunstwerke gelten bekanntlich als Spiegelbild der kulturellen Entwicklung und Identität einer Region. Während der 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten italienische Architekten und Stadtplaner in Asmara und in einigen anderen eritreischen Städten auf moderne Baustile gesetzt: Novecento, Rationalismus, Renaissance, Art Deco, etc..

Allein in der Innenstadt von Asmara können 450 Baudenkmäler festgestellt werden, weshalb sich die Stadt für ihre Aufnahme als Unesco Weltkulturerbe beworben hat. 

Das Deutsche Architektenmuseum in Frankfurt/M. beschreibt Asmara so: „An Unversehrtheit und urbaner Geschlossenheit übertrifft die Hauptstadt Eritreas sogar die bisher weltbekannten Städte mit Architektur der klassischen Moderne: Tel Aviv, Miami Beach und Napier (Neuseeland).“ Deshalb spricht man von Asmara als Afrikas heimliche Hauptstadt der Moderne.

Massawa – Hafenstadt am Roten Meer

Häuser in Altstadt von Massawa

Massawa ist eine Küstenstadt, die, bevor Asmara zur Hauptstadt ernannt wurde, von 1885 bis 1897 Hauptsitz der Verwaltung der italienischen Kolonie Eritrea war. Die Stadt an der Küste des Roten Meeres ist mit zwei Inseln verbunden. Massawa war einst ein kleines Dorf im Schatten des berühmten Hafens von Adulis. «Die» Italiener errichteten später den modernen Hafen von Massawa.

Bekannt in Massawa sind das Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg, das italienische Kaiserhaus, der Kaiserpalast, erstmals errichtet von Özdemir Pascha. Auch sind auf der einen Insel Taulud der Stadt der alte Bahnhof, das renovierte Dahlak-Hotel und die koptische Kirche St. Mary sehenswert. 

Die grünen Inseln Sheik Seid, Disei, Madote und Burgam Burgela sind anhand ihrer kurzen Entfernung bald zu erreichen.

Feste der Disapora von Eritrea

Frauen tanzen mit Kleidern in den Nationalfarben

Im Blick musste ich heute lesen, dass die Diaspora im Geheimen ihre Feste feiern müssen. Diese werden vom eritreischen Staat organisiert. Obwohl viele Eritreer geflohen sind, versucht die Regierung Eritreas zugunsten ihres Regimes im Ausland Geld zu sammeln.

Denn in der Tat stehen die meisten Eritreer zu ihrem Land, wenn auch nur auf eine bestimmte Art und Weise. Doch auch schon der Ansatz einer Befürwortung des eritreischen Regimes oder Staats kann eine Empfänglichkeit für gezielte Manipulationen ausmachen.

Nur existieren auch radikale Eritreer, die jegliche Unterstützung der dortigen Regierung verhindern möchten. Es kam deshalb schon zu Gewaltakten. Pazifismus und Respektierung der Versammlungsfreiheit sollten die Antwort sein. Stattdessen wird die Abschiebung gefordert.

Gewalt darf natürlich nicht toleriert werden. Es ist Aufgabe des Staates, Gesetze anzuwenden und die Gewaltausübung zu bestrafen. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Konflikte sollten unbedingt friedlich gelöst werden. Gewalt ist zu verurteilen.

Weshalb nur sind einige Menschen so mit Hass erfüllt? Gewalt kann nie eine Lösung sein. Trotz Meinungsverschiedenheiten sollte es doch möglich sein, gemeinsam zu feiern. Auf der anderen Seite kann Hass schneller aufflammen, als selbst angenommen. Vielerlei unverarbeitete Erfahrungen können Hass auslösen, auch in mir. Alle sind wir schliesslich von Klein auf ein sich wandelndes Ergebnis unserer Umwelt.

Ein Eritreer erzählte mir, wie schwer es für eritreische Migranten sei, eine Halle zu mieten. Hier ein Video aus Schweden;

https://youtu.be/XbORWOKjDrE

Hier der Artikel vom «Blick»;

Kulturveranstaltung von Eritrea.

Auf unseren Reisen geht es um gegenseitige Verständigung, doch dürfen wir alle empfundene Ungerechtigkeit anprangern. Zumindest hier bei uns in der Schweiz. Keinesfalls möchte ich Gewalt sehen, ich hoffe, dieser mein Wunsch bleibt erfüllt, (abgesehen von der Tagesschau). Ich erkannte, dass in meinem Umfeld niemand vor Ort jemals Gewalt sehen möchte. Dazu verfasste ich ein Lied, das für alle Völker gelten soll – «keine Gewalt».

In ihrem Artikel gibt die WOZ die Schuld für Auseinandersetzungen mit eritreischen Migranten «der Schweiz». Anderseits bestehen hier staatliche Aufgaben, wie Passausstellungen oder Prüfungen und Ausstellungen von Geburtsurkunden, welche «Eritrea» beispielsweise durch die Botschaft in Genf erfüllt.

WOZ sucht den Schuldigen für die Auseinandersetzung bei der Schweiz

Was kann die Diaspora aus Eritrea tun?

Abbildung mit drei Mädchen aus Eritrea

Die Schweiz bietet Menschen aus Eritrea Asyl. Man wünscht sich, dass sich junge Eritreer integrieren, arbeiten, und wenn es die Situation in Eritrea ermöglicht, zurückkehren können, um ihr Land aufzubauen. Als Investoren sind sie dort willkommen.

Viele junge Eritreer suchen sich eine Ausbildung und möchten am Wohlstand der Schweiz teilhaben. Die Sprachbarrieren sind hoch, es benötigt beachtlichen Fleiss, hier eine Ausbildung abzuschließen.

Währendem pflegen die Eritreer Kontakte zu ihrer Heimat und könnten eigentlich dabei helfen, den eritreischen Tourismus aufzubauen. Deshalb schrieb ich über Tauchferien in Massawa. Doch weder Hoteladressen fand ich, noch nur eine Agentur in Eritrea, die bei der Organisation weiterhilft. Fotos auf Google und Hinweise auf TripAdvisor ist alles, worauf ich mich bisher zugunsten Eritreareisen verlassen konnte.

Wer möchte und könnte einmal die Hotels besuchen und ein Verzeichnis dafür anlegen?

Tauchferien in Massawa

Tauchen im fischreichen Gewässer von Massawa

Tauchen in Eritrea ist ursprünglich, unberührt und benötigt eine entschiedene Prise Pioniergeist. Das Reiseziel ist Massawa, die Hafenstadt von Eritrea, welche im Internet oft auch Massaua genannt wird. Dafür besteht dort allerdings keine touristische Infrastruktur. Einheimische bieten sich aber für den Transfer mit Booten an.

Das schönste Tauchgebiet ist das Dahlak Archipel, ein herrliches Riff. Dort liegen beispielsweise die Wracks des Passagier- und Frachtschiffs «Nazario Sauro» und der «Urania».

Dort bedienen Sie folgende Hotels

Central Hotel
Dahlak Hotel
Gurgussum Beach Hotel
Luna Hotel
Massawa Guest House
Seghen International Hotel
Zemenawi Modern Hotel.

Gern verfassen wir zu jedem Hotel einen Beitrag. Wie sieht es heute wohl dort aus? Was könnten wir tun, um den dortigen Tourismus zu beleben?